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Die beliebte Innovationen-Sendung „Einfach genial“ des MDR berichtete am 15.02.2011 in einem TV-Beitrag über die Funktion der klimaregulierenden smartcelTM clima-Faser der smartfiber AG und deren Vorteile bei der Verarbeitung in Bettwaren. So kündigte der MDR den TV-Bericht an: Faser mit Paraffin Daunendecken halten im Bett warm, sind aber auch ziemlich schwer. Dank einer Entwicklung von Dr. Ralf-Uwe Bauer und Jürgen Melle, Mitarbeiter der smartfiber AG, gibt es jetzt Bettdecken, die dünn und leicht sind aber dennoch warm halten. Der Grund dafür ist die Füllung. Die Rudolstädter Textilforscher haben dafür spezielle Fasern entwickelt, die Wärme lange speichern können. Wärmespeicher Paraffin Jede der neuen Fasern ist dünner als ein Menschenhaar und besteht fast zur Hälfte aus Paraffin. Das wirkt in der Faser wie ein Depot: Ist die Umgebung warm, schmilzt es und nimmt die Wärme auf. In einer kühlen Umgebung wird es langsam wieder fest und gibt dabei die Wärme ab. Aber wie kommt das Paraffin überhaupt in die Faser hinein? Dafür haben die Rudolstädter ein weltweit einzigartiges Verfahren entwickelt, mit dem das Paraffin direkt in die Faser eingeschleust wird, und zwar so, dass es auch in der Faser bleibt, selbst beim Waschen. Die Grundsubstanz der Faser ist Zellulose. Neben dem Paraffin wird bei der Herstellung noch Silikat dazugegeben. Diese Zutat ist entscheidend, denn das Silikat legt sich in der Faser schützend um die winzigen Paraffintropfen herum. Dieses "Rezept" ist inzwischen zum Patent angemeldet. Was die Wärmebildkamera zeigt In einem Vergleichstest von Bettdecken zeigt sich die Wirkung der neuen Faser. Über einer Heizdecke befindet sich auf der einen Hälfte eine mit Polyester gefüllte Decke und auf der anderen eine Decke, die die neuen Paraffin-Fasern enthält. Mit der Heizdecke werden beide Steppbetten angewärmt. Eine Wärmebildkamera darüber zeigt, dass die Polyester-Decke mehr Wärme abstrahlt, als die mit der neuen Faser. Dank des Paraffin-Anteils in den Fasern speichert diese Decke die Wärme im Inneren. Dann wird die Heizquelle entfernt. Nun kommt es darauf an, welches Klima unter der Decke herrscht. Nach 20 Minuten zeigt sich: Unter der Decke mit der Paraffin-Faser ist es deutlich wärmer. Sie gibt also mehr und länger Wärme ab als die herkömmliche Decke. Den Vorteil erklärt Jürgen Melle: "Wenn es in der Nacht kälter wird, kann diese Decke das ausgleichen, indem gespeicherte Wärme aus dem Deckeninneren dann zur Verfügung gestellt wird, bevor der Körper auskühlt." Nicht nur Bettdecken wärmen mit der sogenannten smartcelTM clima-Faser aus Rudolstadt, sondern auch Funktionsunterwäsche, Schuhsohlen und Socken und andere Kleidungsstücke. Hier können Sie sich den TV-Beitrag „Einfach genial“ des MDR anschauen.

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Melliand Newsletter Ausgabe: März 2011

Das Meer ist ein wahrer Jungbrunnen mit heilender Wirkung für viele Erkrankungen. Es beherbergt eine ungeahnte Vielfalt biologisch und chemisch interessanter Organismen.

Schon vor über 2000 Jahren erkannte der griechische Arzt Hippokrates die Heilkraft des Meeres. Vor allem Algen gelten als „Kraftstoff der Meere“ und sind wahre Multitalente, die sich in vielfacher Hinsicht positiv auf unsere Gesundheit auswirken. So wurden in der traditionellen chinesischen Medizin Meeresalgen aufgrund ihres hohen Anteils an Spurenelementen und der hautschützenden sowie entzündungshemmenden Wirkung geschätzt.
Die Cellulosefasern SeaCell enthalten die seit langem geschätzten Wirkstoffe von Meeresalgen. Diese ermöglichen einen aktiven Stoffaustausch zwischen Faser und Haut und sorgen so für einen dauerhaften Wohlfühleffekt bei den Nutzern. Zwei verschiedene Varianten, SeaCell pure und SeaCell active mit antibakteriellem und geruchsreduzierendem Silberzusatz sind erhältlich. Sie können ideal für Heimtextilien und Bettwaren eingesetzt werden. Die mit Hilfe des bewährten Lyocell-Verfahrens hergestellte Spezialfaser besteht aus Cellulose in Kombination mit Algensubstanzen. Smartfiber hat eine Lizenz vom Cellulosefaserhersteller Lenzing AG, Lenzing/Österreich, für die Produktion von Lyocell-Spezialfasern.

SeaCell nutzt die „Heilquelle Meer“ für den täglichen Einsatz in Textilien

Der Faserhersteller smartfiber macht sich die gesundheitsfördernden Eigenschaften der maritimen Naturstoffe zunutze und produziert die Cellulosefaser SeaCell mit natürlichen Algensubstanzen. Nach jahrelanger intensiver Forschungsarbeit im Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK), Rudolstadt, wurde aus nachwachsenden Rohstoffen eine Faser entwickelt, die als funktionierender Trägerkörper für die Algen dient. So wird der wohltuende Effekt der gesundheitsfördernden Meerespflanzen direkt in die Faser integriert. Die Herstellung erfolgt durch das Lyocell-Verfahren des Unternehmens unter ausschließlichem Einsatz von Naturstoffen.

SeaCell bietet fühlbaren Komfort, Atmungsaktivität und Weichheit.

SeaCell active: Silberionen wirken antibakteriell und geruchsreduzierend

Mit Algen angereicherte Fasern nehmen besonders gut Metalle auf. Deshalb können sie zusätzlich gezielt mit Silber angereichert werden. Dieses Edelmetall ist seit der Antike für seine antibakteriellen Eigenschaften bekannt. Es hilft, Infektionen zu verhindern und hemmt die Entstehung von Bakterien und damit von unangenehmen Gerüchen. Auf dieser Grundlage entwickelt smartfiber neben der Sea- Cell pure Faser, die für die reine Wirkung der Algensubstanzen steht, auch die versilberte Variante SeaCell active. Der Algeneffekt wird zusätzlich durch eine dauerhafte, antimikrobielle Wirkung unterstützt. In der Anwendung folgt daraus fühlbarer Komfort, Atmungsaktivität und Weichheit.

Ausgezeichnete Qualität

Die Wirkung der innovativen SeaCell-Fasern wurde von verschiedenen unabhängigen Instituten getestet und bestätigt. Umfangreiche Untersuchungen an der Jenaer Universitäts-Hautklinik bescheinigen Produkten mit SeaCell-Fasern eine hervorragende antimykotische Wirkung. Ebenfalls nachgewiesen ist die Unbedenklichkeit von SeaCell-Produkten bei Hautkontakt (Epikutantest) sowie die nicht cytotoxische Wirkung der Faser auf Haut und Organismus. Darüber hinaus erfüllt SeaCell pure die Erfordernisse nach Ökotex Standard 100 und wird daher als Ökotex zertifizierte Faser verkauft werden. Die Europäische Union hat das Verfahren mit dem European Environmental Award 2000 in der Kategorie "technology for sustainable developments" ausgezeichnet.

Hintergrund: Algen – der „Kraftstoff der Meere“ – ist die Grundlage von SeaCell

Algen enthalten mehr Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente als jedes andere Naturprodukt und bewirken eine positive Stimulierung des gesamten Organismus. Sie speichern die Wirkstoffe des Meeres wie Aminosäuren, Jod, Mineralsalze, Spurenelemente und Vitamine in großer Komprimierung. So sind in einem Kilo getrockneter Algen die Wirkstoffe von über 100.000 Litern Meerwasser enthalten. In der Medizin und Ernährung werden die Produzenten der Omega-3-Fettsäuren vor allem eingesetzt, um den Kreislauf zu regulieren, die Verdauung zu fördern und den Fettstoffwechsel sowie die Durchblutung anzukurbeln. Auch für Patienten mit Rückenschmerzen und Rheuma ist die Algenkur eine Wohltat. Insbesondere aber in der Wellness- und Kosmetikindustrie nehmen Algen einen immer größeren Stellenwert ein. In der so genannten Thalasso-Therapie aktivieren sie den Hautstoffwechsel, bewirken eine Entschlackung, Entsäuerung und Entgiftung des Gewebes. Sie schützen gegen freie Radikale und stärken das Feuchthaltevermögen der Haut. Auch in vielen Cremes helfen sie der Haut, sich auf vielfältige Weise zu regenerieren. Sie glätten die Haut, spenden Feuchtigkeit und regulieren die Talgdrüsenfunktion. Algen sind reich an Vitamin B und C und enthalten wichtige Spurenelemente
wie Zink, Magnesium, Kupfer und Silizium, die für den Hautstoffwechsel entscheidend sind. Darüber hinaus lindern Algen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte und beschleunigen Heilungsprozesse der Haut nach Infektionen oder allergischen Reaktionen. Gleichzeitig wird die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt.

SeaCell – eingetragenes Warenzeichen

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Bericht aus der OTZ, Dienstag, 30. Oktober 2007 Rudolstädter Unternehmen gewinnt Thüringer Gründerpreis (von Tino Zippel) Der Gründerpreis Marktlücke geht in diesem Jahr nach Ostthüringen. Die smartfiber AG aus Rudolstadt bekommt den ersten Preis beim Wettbewerb der Zeitungsgruppe Thüringen. Bei der Preisverleihung gestern Abend in der Staatskanzlei erhielten die beiden Unternehmensvorstände Michael Kohne und Dr. Ralf-Uwe Bauer den Preis aus den Händen von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU). Die Auszeichnung ist mit einem Anzeigenguthaben in Höhe von 25 000 Euro dotiert. Das Rudolstädter Unternehmen produziert Spezialfasern, die durch ein besonderes Herstellungsverfahren mit Zusatzfunktionen versehen sind. So sorgen beispielsweise Silberionen dafür, dass Bakterien keine Nahrung finden und die Kleidung länger freundlich riecht. Oder in den Textilien eingelagertes Wachs ermöglicht einen Klimaeffekt. Den zweiten Preis erhielt der Jenaer Softwarehersteller Synchronity. Das Unternehmen fertigt Portale im Internet, welche die Antragstellung für EU-Fonds vereinfachen sollen. Die Idee von Gründer Mario Melle wird mit Anzeigen im Wert von 15 000 Euro honoriert. Eine Anerkennung bekam Terra Calidus aus Gera - eine Firma, die Komponenten für Wärmepumpen produziert. Die Zeitungsgruppe Thüringen richtete den Wettbewerb zum neunten Mal gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern Gera und Erfurt aus. Um den Preis hatten sich 84 junge Unternehmen aus ganz Thüringen beworben. "Das sind nicht ganz so viele wie in den Vorjahren, dafür war die Qualität außerordentlich hoch , hob ZGT-Geschäftsführer Wilfried Goosmann hervor. Die Dienstleister stellten das Gros der Bewerber. Regierungschef Althaus dankte den jungen Unternehmern für ihr Engagement. "Je besser die Innovationsrate ist, desto stärker werden wir den Arbeitsmarkt stabilisieren und eine Perspektive für das Land schaffen , sagte der Ministerpräsident. Wer eine kluge Idee habe, die für den Markt relevant ist, solle den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Junge Gründer sollten nicht die Risiken sehen, sondern die Chancen. Innenteil: dünner als Haare: Heinz Drewke mit einem Bündel Spezialfasern von smartfiber aus Rudolstadt. Der Zusatz macht'ssmartfiber AG in Rudolstadt stellt ungewöhnliche Faser her

Wie ein blauer Golfball sieht er aus, nur mit Löchern: Der bluemagicballTM soll das Wäschewaschen revolutionieren. Aber er ist nur eines der Aushängeschilder des diesjährigen Marktlücke-Gewinners, der Rudolstädter Smartfiber AG. Die Kraft der Kugel steckt im Inneren: Enthalten sind fünf Gramm einer Spezialfaser mit Silberionen. Kommt der Faden mit Wasser in Berührung, werden die Teilchn freigesetzt und entfalten eine antibakterielle Wirkung. "Da heute viele Textilien nur noch bei 30 oder 40 Grad gewaschen werden", erläutert Vorstand Dr. Ralf-Uwe Bauer, "ist die Waschmaschine ein wahres Tummelfeld für Bakterien." Die Silberionen aus dem Spezialball, der bis zu 160 Mal mit in die Wäsche gegeben werden kann, sollen bewirken, dass die Bakterien gewissermaßen verhungern. Der Effekt auf der Wäsche halte etwa zehn Wochen an. Nicht der gesamte Ball stammt aus Rudolstadt. Die smartfiber AG lässt sich ihn in Auftragsproduktion in Österreich herstellen. Nur die eigentliche Innovation kommt aus Thüringen: Die Spezialfaser ist das Geschäftfeld des Unternehmens. Die Ursprünge dafür liegen in der DDR. Damals war das Kombinat in Schwarza betraut, einen umweltfreundlicheren Prozess für die Viskosefaser-Rpoduktion zu entwickeln: das Alceru-Verfahren entstand. Nach weiterer Forschungsarbeit erlaubt dieses, Zusatzstoffe in die aus Zellulose entstehenden Fasern einzubringen. So gelang es 1995 im Thüringischen Institut für Textil- und Kunstoffforschung, erstmals leitfähige Fasern zu patentieren. Weitere Innovationen folgten. Das Bundesforschungsministerium förderte seit 2003 den regionalen Wachstumkern. Das Konzept sah vor, die wissenschaftlichen Ergebnisse auch über ein Unternehmen zu vermarkten. Stolz auf die Innovationen: Vorstand Dr. Ralf Uwe Bauer
Im September 2005 erfolgte die Ausgründung der smartfiber AG. Institutsdirektor Bauer fand den Vertreibsprofi Michael Kohne als Partner. Er hatte sich zur Ruhe gesetzt, nachdem er sein Unternehmen für Hotelschließsysteme aufgebaut und an einen Konkurrenten verkauf hatte. "Wir haben ihm 51 Prozent der Anteile gegeben, ohne das er etwas dafür bezahlen musste", berichtet Bauer. Die einzige Aufgabe: das Unternehmen zum Erfolg führen. Die zwei Jahre lesen sich wie eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile beschäftigt smartfiber 22 Mitarbeiter und peilt einen Umsatz von zwei Millionen Euro an. Sämtliches Wachstum finanzieren die Rudolstädter durch Anteilseigenr und sind so völlig unabhängig von Banken. Mit dem Standort im Gewerbegebiet Schwarza ist Bauer zufrieden: Nur die langen Fahrten zu den Autobahnen 4 und 71 nerven. Zum 1. Juli übernahme smartfiber die Seacell®-Fertigung, die sich am Standort des ehemaligen Lokschuppens in Schwarza befindet. 500 bis 1000 Tonnen Fasern verlassen die Produktion im Jahr - eine zu geringe Menge, um nur Standard produzieren zu können. Durch seine hochinnovativen Fasern erzielt das Unternehmen Preise, die zehm- bis zwanzigmal so hoch liegen wie für gewöhnliche Textilfasern. "Durch unsere Patente genießen wir ein weltweites Alleinstellungsmerkmal", sagt Bauer.
Das Unternehmen konzentriert sich auf verschiedene Zusatzstoffe. Neben den Fasern mit der antibakteriellen Eigenschaft sieht Bauer vor allem bei Klimafasern gute Wachstumschancen. Den Wissenschaftlern gelag, Flüssigkeit in Faserstrukturen zu integrieren - mit folgendem Effekt: Schwitzt der Träger eines solchen Produktes, nimmt das enthaltene Kerzenwachs die Energie auf und wird flüssig. Das kühlt die Haut. Friert der Träger, erstarrt das Wachs und gibt Wärme ab. Diese Faser setzt unter anderem ein Hersteller von Bettwäsche ein. Andere Spezialfasern sind mit Keramik ausgestattet und gehen ebenso als Zulieferprodukte an die Industrie. In der zweiten Linie vermarktet Smartfiber seine Innovationen in eigenen Endprodukten. Der Ball für die Waschmaschine gehört ebenso dazu wie antibakterielle, geruchfreie Wischtücher, welche über eine Direktvertriebslinie zum Endkunden kommen. Demnächst will auch ein Verkaufssender im Fernsehen die Produkte vermarkten. Vor allem für den Waschmaschinen-Zusatz sieht Bauer gute Absatzchancen. Wenn nur fünf Prozent der Europäer einen solchen Ball regelmäßig nutzten, sorgt das für guten Umsatz. "Wir haben aber schon gute IDeen für weitere Innovationen", kündigt der Vorstand an.

 

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smartcelTM clima Faser wurde mit dem Thüringer Forschungspreis 2008 ausgezeichnet. Seit 1995 vergibt der Freistaat jährlich den Thüringer Forschungspreis. Der Preis wird in den Kategorien „Grundlagenforschung“ und „Angewandte Forschung“ sowie für wissenschaftliche Leistungen mit besonderer wirtschaftlicher Relevanz als „Transferpreis“ vergeben.

Mit ihm können sowohl einzelne Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen als auch Forschergruppen für herausragende Forschungsleistungen ausgezeichnet werden, die an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes oder im Verbund dieser Einrichtungen mit weiteren Partnern aus Thüringen entstanden sind.

Mit seiner Vergabe sollen exzellente Forschungsergebnisse der Thüringer Forscher und Forscherinnen gewürdigt und gleichzeitig die Potenziale des Wissenschaftslandes Thüringen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die dauerhafte Sicherung der wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit ist prioritäres Ziel der Forschungspolitik der Landesregierung. Der Forschungspreis reflektiert dabei als eine spezifische Maßnahme den Stand der Entwicklung der Rahmenbedingungen für das Erreichen von Spitzenleistungen in der Forschung der Hochschulen und der außeruniversitären Forschungsinstitute im Ressortbereich des Thüringer Kultusministeriums.

Der Transferpreis wurde geteilt vergeben. Er ging zum einen an Dr. Andreas Neudeck vom Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e. V. (TITV) in Greiz für seine Forschungsarbeiten „Entwicklung einer Technologie zur galvanischen und elektrochemischen Modifizierung von vorstrukturierten partiell leitfähigen textilen Flächen zur Integration von Mikrosystemtechnik in Textilien“.
Zum anderen wurde der Transferpreis an das F&E-Team der Abteilung Chemische Forschung des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. (TITK) in Rudolstadt, Dr.-Ing. Ralf Bauer, Dr. Frank Meister, Dipl.-Ing. Jürgen Melle, Dr. Marcus Krieg, Dr. Axel Kolbe und Dipl.-Ing. Michael Mooz mit dem Thema „Entwicklung und Implementierung der Direkteinarbeitung von Phasenwechselwerkstoffen in Polymermatrizes“ verliehen.

Zum anderen geht der Transferpreis an das FuE-Team der Abteilung Chemische Forschung des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. (TITK) Rudolstadt, dem es unter Leitung von Dr.-Ing. Ralf Bauer gelang, eine weltweit neue, universell einsetzbare Methode zur Direkteinarbeitung unverträglicher flüssiger oder schmelzbarer Substanzen in eine Cellulosefaser zu entwickeln und in die industrielle Praxis zu überführen.

Die permanente Einbringung von flüssigen oder schmelzbaren organischen Verbindungen in textile Fasern war bisher nur durch chemische Kopplungsreaktionen oder eine aufwendige chemische Nachbehandlung möglich. Dem Forscherteam des TITK ist es nun erstmals gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglicht, die genannte Verbindungsklasse direkt und auswaschsicher im Innern von Cellulosefasern einzubetten. Hierbei bedient man sich der um und zwischen Nanopartikeln wirkenden Interaktionskräfte, um eine permanente Fixierung in der Fasermatrix zu erreichen. Auf diesem Weg gelang es beispielsweise Kohlenwasserstoffe, die bei ihrem Schmelzen Wärme speichern und bei ihrem Erstarren Wärme wieder freisetzen können, so fest in der Faser zu fixieren, dass es selbst mit Hexan, einem typischen Lösungsmittel für Paraffine, nicht gelingt, das Paraffin wieder aus der Faser herauszulösen. Die so hergestellten Cellulosefunktionsfasern zeigen die als Phasen-Wechsel-Effekt bekannte Eigenschaft über den gesamten textilen Verarbeitungsweg sowie bei ihrer Nutzung in Bekleidungstextilien.

Das Verfahren zur Faserherstellung wurde Mitte letzten Jahres gemeinsam mit der Smart Fiber AG Rudolstadt in einen technischen Maßstab von 500 t/a transferiert. Damit stehen diese innovativen Faserstoffe der Textilindustrie für die Verarbeitung zu Garnen, Vliesen und Bekleidungsstoffen zur Verfügung. In ersten Untersuchungen zeigte sich eine sehr gute Verarbeitbarkeit, so dass bereits in der 2. Jahreshälfte 2008 Bett- und Bekleidungstextilien für den Markt gefertigt wurden. Durch den erfolgreichen und schnellen Transfer konnten 27 Industriearbeitsplätze gesichert werden. In diesem Jahr wird allein vom Verkauf der PCM-Fasern bei der Smart Fiber AG ein anteiliger Umsatz von ca. 3 Mio. € erwartet.
Laudatio:
Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. techn. Ingo Marini,
Vorstand des Instituts für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik
und Technische Biowissenschaften der TU Wien

Laudatio von Prof. Mag. Dipl.-Ing. Dr. techn. Ingo Marini (5842 Bytes)

Institut

Das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e. V. (TITK) ist eine wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung im ostthüringischen Rudolstadt. Sie ist seit ihrer Gründung im Jahr 1991 mit der Erforschung und Entwicklung von Kunststoffen mit völlig neuen und von den Unternehmen der Region und anderen Anwendern geforderten Eigenschaften befasst. Das private gemeinnützige Institut, das aktuell rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter 70 hoch qualifizierte Wissenschaftler beschäftigt, ist eine der größten wirtschaftsnahe Einrichtungen Ostdeutschlands und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund 10 Mio. €.

www.thueringen.de
www.thueringen2.de

 

 

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BlueMagicBall hat im Rahmen des Innovationspreises Thüringen in der Kategorie „Publikumspreis 2008“ gewonnen. Wir bedanken uns bei Allen, die an uns geglaubt und uns unterstützt haben.

Publikumspreis

Die Medienpartner des Thüringer Innovationspreiswettbewerbes, das Landesfunkhaus Thüringen des mdr sowie die in der Zeitungsgruppe Thüringen vereinten Tageszeitungen hatten ihren Zuschauern und Lesern ausgewählte Beispiele aus dem Pool der Bewerbungen präsentiert und sich über die Ausschreibung eines Publikumspreises engagiert. Die Zuschauer des mdr-Thüringen Journals und die Nutzer von mdr-Online sowie die Leser der TA/Thüringer Allgemeine, der TLZ/Thüringische Landeszeitung und der OTZ/Ostthüringer Zeitung waren aufgerufen, ihren ganz persönlichen Favoriten unter den Wettbewerbern um den Innovationspreis Thüringen 2008 zu bestimmen. Aus den Einsendungen, der Internetabstimmung sowie der Abstimmung der Besucher des Innovationstages Thüringen 2008 wurde der Publikumspreisträger ermittelt:

„BlueMagicBallTM“

smartfiber AG

Breitscheidstraße 154

07407 Rudolstadt

Die innovative Waschkugel „BlueMagicBallTM“ wurde entwickelt, um die Maschinen- oder Handwäsche antibakteriell auszustatten und beim Tragen länger geruchsfrei zu halten. Wäschewaschen allein wegen Körpergerüchen und nicht weil diese schmutzig ist, gehört damit der Vergangenheit an. Der BlueMagicBallTM verhindert bis zu 2 Tage Schweißgeruch in Kleidung und Textilien. Nach der Wäsche ungetragen bleibt die Kleidung 10 Wochen mit Silberionen imprägniert, die Silberionen werden dann beim Tragen aktiviert. Die Kugel schont die Umwelt, die Kleidung und das Portmonee.

 

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